Umbruch auf dem Matratzenmarkt

Matratzen einfach online bestellen

Seit Ende letzten Jahres wurde der Markt für Matratzen auch von der StartUp-Szene entdeckt. Kein Wunder, ist es doch ein Milliarden-Markt alleine in Deutschland und wer schon mal eine Matratze neu gekauft hat, weiss auch, wie umständlich das manchmal sein kann, von den Preisen bei den Markenhändlern ganz zu schweigen. Da gibt es natürlich einiges an Potential für junge und frische Unternehmen, die den Kauf einer neuen Matratze genauso einfach gestalten wollen, wie den Kauf von ein paar Schuhen, um den Markt kräftig umzukrempeln.

Casper- Die Vorreiter aus der USA

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Natürlich fing der Trend in der USA an. Dort startete das Unternehmen Caspar und will dort den Markt aufmischen. Die Matratzen kosten zwischen 400 und 800 Euro und sind damit laut Casper günstiger als in herkömmlichen Geschäften. Die Matratzen werden frei Haus geliefert, zusammengerollt in einem kompakten Karton. In den Heimatmärkten New York und San Francisco sogar innerhalb von 60 Minuten. Die Kunden dürfen ihre Matratze dann 100 Tage lang testen und bei Nichtgefallen kostenfrei zurücksenden. So einfach kann also der Kauf der perfekten Matratze sein: Einfach online bestellen, die Matratze ausgiebig testen und dabei keinerlei finanzielles Risiko oder das Problem des Transports zu haben und auch noch Geld spart beim Matratzen-Kauf. Perfekt!

Deutschland zieht nach

Inzwischen haben natürlich auch deutsche Unternehmen erkannt, dass mit Einfachheit, Service und einem fairen Preis auch hier in Deutschland die Kunden noch besser erreicht werden können und der Kauf einer Matratze ein noch viel bessere Erfahrung werden kann als das bisher der Fall war.

Eve

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Die neuen Matratzen von Eve vereinen nach eigenen Worten „Komfort, Kühlung, Haltbarkeit und genau den richtigen Grad an Federung“, kosten zwischen 425 und 700 Euro und können ebenfalls 100 Tage getestet werden. Die Matratzen sind alle online bestellbar und werden kostenlos geliefert und bei Nichtgefallen auch kostenlos wieder abgeholt. Die Bewertungen der Kunden auf der Seite sind, natürlich, durchweg positiv. Auf der Website finden sich auch verschiedene Möglichkeiten in Kontakt zu treten und sich auch vorab konkret beraten zu lassen.

Emma

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Die Matratzen von Emma zeichnen sich besonders durch „Maximale Anpassungsfähigkeit durch optimale Mischung aus einer druckentlastenden Hypersoftschicht, viscoelastischem Schaum und stützendem Kaltschaum“ aus und kosten in der kleinsten Größe 359 Euro und in der größten Ausführung 799 Euro. Auch bei Emma kann man die Matratzen natürlich online beziehen und 100 Tage risikofrei testen. Die Lieferung erfolgt auch hier zusammengerollt in einem Karton und ist ebenso wie die Abholung bei Nichtgefallen kostenlos. Die Matratzen sind alle „Made in Germany“ (UPDATE: Emma darf nicht mehr mit dem Label „Made in Germany“ werben) und es gibt ebenfalls auf der Website verschiedene Angebote, sich persönlich vor dem Kauf beraten zu lassen.

Bruno

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Die besten Matratzen zu produzieren, ist die Mission des Berliner StartUps Bruno. Die günstigsten sind sie jedenfalls schon mal nicht mit 379 Euro für die kleinste Variante und 775 Euro in der größten. Dafür wird die Matratze ebenfalls in Deutschland produziert und sind OEKO-TEX® Standard 100 (Klasse 1) zertifiziert. Bei dem Probezeitraum gewährt Bruno nicht die inzwischen üblichen 100 Tage sondern „nur“ 30 Tage. Die Lieferung ist auch hier in einem praktischen Karton und kostenlos. Allerdings finden sich auf der Website des Unternehmens keine Angaben zur Rücksendung, falls die Matratze doch nicht meinen Ansprüchen genügt.

Muun

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Das andere Berliner Startup hat auch eine Mission, nämlich „Einfach besser schlafen“ und haben daher ihre Matratze „Muun“ entwickelt. Das besondere an dieser Matratze ist der preisgekrönte Wendemechanismus. Dadurch soll man 4 verschiedene Liegepositionen mit nur einer Matratze abbilden können. Das ganze hat dann aber natürlich seinen Preis: die kleinste Matratze kostet 490 Euro die größte schlägt dann schon mit 1.090 Euro zu Buche. Die Materialien sind alle Made in Germany und es werden auch für diese Matratzen 10 Jahre Garantie gewährt. Die Anlieferung der online gekauften Matratze ist natürlich auch kostenlos und man kann 100 Tage testen mit Geld-Zurück-Garantie.

Buddy

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Eine der neusten Unternehmen in diesem Bereich kommt aus dem Hause BettenRiese, einem online Shop für Betten, wie man unschwer vermuten konnte. Die innovative Matratze nennt sich Buddy und bietet ein integriertes Bettlagen. Buddy ist in der Standard-Variante mit 299 Euro wohl am günstigsten bei allen neuen Anbietern, geht aber in der Premium-Variante ebenfalls fast an die 1000-Euro-Marke mit 999 Euro. Die Matratze ist zu 100 Prozent Made in Germany, kostenlose Anlieferung und 100 Tage testen mit Geld-Zurück-Garantie werden auch gewährt.

FAZIT

Der Markt ist in Bewegung und davon profitieren vor allem wir Kunden. Alle neuen Anbieter bieten ein Höchstmaß an Service und Kundenorientierung. Bei jedem Anbieter gibt es die Möglichkeit einer persönlichen Beratung vorweg, eine kostenlose und praktische Lieferung der Produkte und eine ausreichende, wenn auch recht unterschiedliche, Zeit um die Matratzen ausgiebig zu testen. Alle Matratzen zeichnen sich durch eine sehr hohe Qualität aus, manche bieten sogar zusätzliche Innovationen und werden sicher dadurch auch den einen oder anderen Käufer überzeugen können.

Eine eindeutige Empfehlung für den einen oder anderen Anbieter kann man in diesem Fall gar nicht aussprechen, denn wirkliche Mängel oder Nachteile konnten wir bei keinem Anbieter finden. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich demnächst eine neue Matratze online zu kaufen, hat viele neue sehr günstige Optionen und sollte ausgiebig von dem Angebot Gebrauch machen, die Matratzen kostenlos nach Hause geliefert zu bekommen und Probe zu schlafen.

Federkernmatratzen – der Klassiker

Federkernmatratzen galten lange als der Mercedes unter den Matratzen. Trotz einiger Nachteile gegenüber anderen Arten erfreuen sie sich immer noch großer Beliebtheit und können daher als Klassiker der Bettenwelt bezeichnet werden. Die Matratzen bieten je nach Hersteller, Variante, und Abmessung ein hohes Maß an Schlafkomfort. In jedem Fall gilt, beim Kauf auf Qualität zu achten.

Bei Federkernmatratzen besteht die innere Struktur aus einem Stahl- oder Metallfederkern, den eine schützende Polsterung umgibt. Die Aufgabe der Federn ist, den Körper während des Liegens zu stützen und dabei eine möglichst ebene Aufliegefläche zu bilden. Federkerne können grob in drei grundliegende Kategorien eingeteilt werden: in Bonnell-, Taschen- und Tonnentaschenfederkerne. Zwar gibt es weitere Arten, jedoch sind diese weitgehend aus der Mode gekommen. Beim Bonnellfederkern sind die spiralförmigen Federn tailliert und durch ein Stahlgerüst miteinander verbunden, bei Taschen- oder Tonnentaschenfederkernmatratzen liegen die Federn in einzelnen Kammern aus robustem Stoff, die wiederum miteinander vernäht sind. Der verarbeitete Federtyp hat kaum Einfluss auf den Schlafkomfort, dafür jedoch auf die spezifischen Eigenschaften einer Matratze.




Der Federkern liegt gut geschützt in der Matratze, sodass sich das harte Metall nicht im Laufe der Zeit durch die Auflagefläche bohren kann. Dabei ist jede Feder nochmals mit Schaumstoff umgeben, der darüber hinaus auch als Polsterung dient und der zusätzlich mit einer Filzschicht verstärkt sein kann. Zwischen dem Federkern und dem Obermaterial, das in der Regel aus einem strapazierfähigen Baumwollgewebe besteht, liegt ebenfalls eine Polsterschicht. Diese kann aus Polyester, Rosshaar oder auch aus Schurwolle bestehen.

Hochwertig verarbeitete Federkernmatratzen haben eine besonders lange Lebensdauer. Das trifft oftmals aber nicht für minderwertige Billigmodelle aus Baumärkten oder Möbeldiscountern zu, denn Qualitätsmatratzen haben normalerweise ihren angemessenen Preis. Ob eine Liegefläche gegenüber anderen Matratzenarten härter oder weicher ist, lässt sich nicht verallgemeinernd sagen. Entscheidend beim Härtegrad einer Matratze ist die Bauweise des Federkerns sowie die Dichte und Stärke der verarbeiteten Federn. Durch die starre Konstruktion passen sich die Matratzen nur bedingt einem unebenen Untergrund an, somit sind sie für Betten mit einem verstellbaren Lattenrost eher ungeeignet. Federkernmatratzen gelten im Allgemeinen als atmungsaktiv, da Luft in den Hohlräumen und Taschen zirkulieren kann. Wenn sie jedoch mit luftundurchlässigen Bettlaken bezogen werden, bleibt dieser positive Effekt wirkungslos.

Aufgrund der robusten Bauweise sind Federkernmatratzen gut für Menschen mit einem hohen Körpergewicht geeignet. Ein Nachteil, der sich jedoch mit der Zeit bei preisgünstigen Modellen einstellen kann, ist das Durchlegen der Bettauflage. Die Metallfedern halten der dauerhaften Beanspruchung irgendwann nicht mehr stand und verlieren ihre Spannkraft. Die Folge ist die Bildung eine Mulde, die meistens in der Mitte von Federkernmatratzen entsteht.